Armut in Niedersachsen auf höchstem Stand!

Im ausgehenden Jahr 2016 legte das Statistische Landesamt Niedersachsen seine Zahlenvergleiche für 2015 zu den Vorjahren zum Thema Armutsgefährdung vor.

Prof. Lothar Eichhorn berichtet in den Statistischen Monatsheften Nds. 12/2016 (anbei als Download)

"Die Armutsgefährdungsquote Niedersachsens stieg im Jahr 2015 auf 15,9 % an. Damit lag sie um 0,6 Prozektpunkte höher als im Vorjahr und sogar 1,4 Prozektpunkte höher als 2010." Im langfristigen Zeitvergleich ab 2015 stellte die Quote den höchsten jemals gemessenen Wert dar. Erkennbar sei, dass seit dem Jahr 2010 die Gefährdungsquote wieder in der Tendenz zunehme.

Dem Bericht sind weitere differenzierte Zahlen zu den betroffenen Gruppen zu entnehmen (in der Klammer die Veränderung zu 2010):

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: 20,8 % (+ 1,4 %)
  • Junge Frauen im Alter von 18 bis unter 25 Jahren: 26,0 % (+ 0,3 %)
  • Ältere Frauen über 65 Jahren: 17,5 % (+ 3,8 %)
  • Alleinerziehende und ihre Kinder: 46,6 % (+ 6,7 %)
  • Kinderreiche Familien mit 3 und mehr Kindern: 26,1 % (- 0,6 %)
  • Einpersonenhaushalte: 25,8 % (+ 3,1%)
  • Erwerbslose: 58,5 % (+ 6,2 %)
  • Sonstige Nichterwerbspersonen: 39,5 % (+ 7,4 %)
  • Haushalte von Geringqualifizierten: 41,6 % (+ 5,9 %)
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 30,2 % (- 1,1 %)
  • Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit: 40,5 % (+ 3,8 %)

Trotz guter Wirtschaftskonjunktur ist es überwiegend nicht zu einem Rückgang der sozialen Benachteiligung der genannten Gruppen gekommen.

Daten zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Landeshauptstadt und Region Hannover (Stand 2013 bzw. 2015) sind hier zu finden.

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