Friedhelm Feldkamp – Geschäftsführer und Diakoniepastor

Pastor Friedhelm Feldkamp ist seit März 2022 Diakoniepastor und Geschäftsführer der Diakonisches Werk gGmbH. Gemeinsam mit Lutz Jung verantwortet er die Geschäftsleitung der Gesellschaft. Pastor und Unternehmer sein, predigen und handelnd in die Welt eingreifen, für diesen Balanceakt bringt der gebürtige Ostfriese reichlich Erfahrung mit. Vor seiner Wahl in das diakonische Spitzenamt hat Feldkamp rund sechs Jahre als theologischer Direktor der Dachstiftung Diakonie gearbeitet. In seiner Pfarrstelle an der Petrusgemeinde Barsinghausen begann er mit dem Aufbau einer Gemeinwesen-Diakonie. 2010 entstand der Petrushof, ein Wohnheim für Menschen mit seelischen Behinderungen, weitere diakonische Angebote folgten.

Diakonie und Kirchengemeinde gehören für den Diakoniepastor untrennbar zusammen. Ebenso wichtig sind ihm Kooperationen mit Kommunen, Initiativen und gesellschaftlichen Verbänden. Feldkamp sieht sich in einer Dienstgemeinschaft, auch im Diakonischen Werk, dessen Mitarbeitenden er „hohe Professionalität, Kompetenz und Erfahrung bescheinigt. Dazu trage nicht zuletzt die Multireligiosität und -nationalität in der Diakonie-Mitarbeiterschaft bei, betont der Diakoniepastor. „Schnell und unbürokratisch auf Notlagen zu reagieren, auch dort, wo die Finanzen und Strukturen noch geklärt werden müssen, das ist für mich ‚diakonischer spirit‘“, beschreibt Feldkamp. 

Diakonie sieht er in der hannoverschen Stadtgesellschaft sehr anerkannt. Herausfordernde Themen sind für ihn beispielsweise Obdachlosigkeit und Wohnungsmangel für Geringverdienende. Bereits engagiert ist der Diakoniepastor in „Housing-First-Projekten“. Weitere diakonische Themen sind für Feldkamp bezahlbare Pflegeheime, sozialverträgliche städtische Quartiersentwicklung und Beratung. „Not sehen und lindern ist die eine Seite diakonischer Arbeit, doch es ist auch unsere Aufgabe, die Ursachen sozialer Not öffentlich gegenüber Politik und Gesellschaft zu benennen“, sagt Feldkamp, für den die Vernetzung mit Bezirks- und Stadträten, Bürgermeisterinnen und -meistern und anderen leitenden Repräsentanten des öffentlichen Lebens unabdingbarer Teil seiner Arbeit ist.

Lutz Jung – Geschäftsführer und Kaufmännische Leitung

Der Wirtschaftswissenschaftler Lutz Jung arbeitet seit 2014 als Geschäftsführer und Kaufmännischer Leiter der Diakonisches Werk Hannover gGmbH. Gemeinsam mit dem Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp verantwortet er die Geschäftsleitung der Gesellschaft. 18 Jahre lang war Jung zuvor bei einem internationalen Medizinprodukte-Konzern in verschiedenen Führungspositionen tätig gewesen. Die Arbeit bei der Diakonie bedeutet für ihn die Möglichkeit, „aktiv das gesellschaftliche Gemeinwohl mitzugestalten“. Dabei seien Wirtschaftlichkeit und soziale Aufgabenstellung keine Gegensätze, „denn wir müssen ökonomisch gut aufgestellt sein, um unsere diakonischen Angebote aufrechterhalten und weiterentwickeln zu können“, weiß der gebürtige Westfale.

Rund 1100 Mitarbeitende hat die Diakonisches Werk Hannover gGmbH zusammen mit Ihren Tochtergesellschaften. Die 2015 erfolgte Umwandlung der Diakonie in eine Gesellschaftsform war eine der ersten Arbeitsaufgaben des Geschäftsführers gewesen. Inzwischen arbeitet die Gesellschaft mit einem Konzernjahresumsatz von etwa 45 Millionen Euro. „Natürlich ist bei so einer Betriebsgröße ein genaues Controlling sehr wichtig“, sagt der 60-Jährige. Doch als sozialer Betrieb stehe die Orientierung an den inhaltlichen Aufgaben im Vordergrund. „Diakonie muss sich deshalb auch bei sozialen Leuchtturmprojekten engagieren und dabei finanzielle Risiken in Kauf nehmen“, stellt er klar und nennt als Beispiel die Arbeit mit Menschen, die keine gültigen Papiere besitzen.

In Zeiten schrumpfender öffentlicher Haushalte ist die kaufmännische Steuerung des Diakonischen Werkes für ihn eine herausfordernde Zukunftsaufgabe. „Das Spendenmarketing sowie ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen und zu pflegen, werden zunehmend wichtig“, blickt Jung voraus. Angesichts des Fachkräftemangels gelte Gleiches für die Mitarbeiterschaft, für die er sich in einer Fürsorgepflicht sieht. In die Stadtgesellschaft Hannovers bringe die Diakonie nötige soziale Diskussionen ein, betont der Geschäftsführer. Nicht zuletzt zähle es auch hier zu seinen Aufgaben, im Gespräch mit den öffentlichen Kostenträgern den Nutzen der diakonischen Arbeit für die Gesellschaft aufzuzeigen.

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