Der Familientreff Bemerode – Herzenswünsche für benachteiligte Schulkinder zu Weihnachten

Stellvertretend für die Mitarbeitenden der Ärzteversorgung Niedersachsen übergaben Dr. Petra Enß
(Bereichsleiterin Abwicklung) und Jan-Levin Polworth (Leiter Stab Datenmanagement) die 45 Weihnachtswünsche an Margret Klingenberg-Aoues (Familientreff Bemerode).
20.12.2021

Playmobil, Barbie und Walki Talki stehen hoch oben auf der Wunschliste der 45 Kinder zwischen 4 und 14 Jahren, die den Familientreff Bemerode regelmäßig besuchen. Mitarbeitende der Ärzteversorgung Niedersachsen haben die gesammelten Weihnachtswünsche der Jungen und Mädchen entgegengenommen und die Geschenke nun den Kindern überreicht. „Für viele Kinder ist die Situation gerade während der Corona-Pandemie nach wie vor sehr belastend. Für uns war sofort klar, dass wir die Weihnachtswünsche-Aktion im Familientreff Bemerode unterstützen. Jetzt freuen wir uns sehr, dass die Geschenke in die Kinderhände übergeben werden dürfen. Das hat uns großen Spaß gemacht,“ erklärt Dr. Petra Enß von der Ärzteversorgung Niedersachsen.

Der Familientreff Bemerode ist eine niederschwellige Anlaufstelle für Stadtteilbewohner:innen mit und ohne Migrationshintergrund. Angeboten werden dort Mutter-Kind-Gruppen, Baby-Café, Hausaufgabenhilfe, Spendenbasare und Nachbarschaftsfeiern.

Mit Abstand durch die Pandemie – so gut es eben irgendwie ging. Hier treffen sich Schulkinder nach der Schule zu einem Mittagessen und begleiteter Hausaufgabenhilfe. Ehrenamtliche unterstützen bei schwierigen Aufgaben und üben das Lesen mit den Kindern. Es findet ein wichtiges pädagogisches Nachmittagsangebot statt und die Mitarbeitenden sind Ansprechpartner_innen auch für die Eltern. In einem Stadtteil mit hohem Migrationsanteil ist die Lese-Sprachförderung eine wichtige und manchmal von den Eltern nicht leistbare Aufgabe. In der Pandemie konnten nicht alle Mädchen und Jungen gleichzeitig in die Projekte kommen und auch viele nachbarschaftsfördernde Angebote wie Kinderbasare und Kinderfreizeitangebote mussten ausfallen. Diese Förder- und Begegnungsangebote waren schon vor der Pandemie für die benachteiligten Jungen und Mädchen wichtig. Die Pandemie hat aufgrund der fehlenden oder zeitlich sehr begrenzten Präsenzangebote die Situation und den Förderbedarf verschärft. Beengte Wohnverhältnisse und fehlende kostengünstige Freizeitangebote haben eine größere Isolation für diese benachteiligten jungen Menschen bedeutet. Dem wirkt der Familientreff Bemerode mit erweiterten Angeboten auch für finanziell schwache Familien mit der Hilfe von Spender_innen entgegengehen. Die Lernrückstände und die Rückkehr zu sinnvoller Tagesstruktur will der Familientreff jetzt schließen.

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