Projekte und Angebote des Diakonischen Werkes Hannover gegen Kinderarmut

Quelle: Zahlen, Daten Fakten zur Armutsentwicklung in Hannover 2014-2016, download

Das Diakonische Werk Hannover ist in verschiedenen Projekten und Angeboten gegen Kinderarmut aktiv.
Hier ein paar Beispiele:

  • Frühförderprojekt HIPPY
  • Sprachfördermaßnahmen, incl. Sprachferien
  • Mittagssnack und Hausaufgabenbetreuung im Spargelacker
  • Unterstützung und pädagogische Freizeitangebote in den Familientreffs Geveker Kamp, Roderbruch, Kronsberg (Jungengruppe) und Spargelacker.

Diese und weitere Projekte und Angebote des Diakonischen Werkes, die sich gegen Kinderarmut einsetzen,

finden Sie hier:

Soweit wir dazu mit Spenden in der Lage sind, unterstützen wir auch in individuellen Notlagen der Kinder und Familien.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Kinderschutzbund: Armut nicht auf die nächste Generation vererben

Der Präsident des Kinderschutzbundes in Deutschland, Heinz Hilgers, hat eine vielseitige und frühe Unterstützung für Kinder in Armut gefordert. "Eine Kommune oder ein Bundesland kann die derzeitige Kinderarmut nicht beseitigen, aber sie kann dafür sorgen, dass Armut nicht von Generation zu Generation weiter vererbt wird", sagte Hilgers am Freitagabend bei einer Veranstaltung im Rahmen des Abrahamsfestes in Marl, das in diesem Jahr unter dem Motto "Kinder! Kinder" steht.

Die Situation ist nach Worten des Kinderschutzbundes dramatisch: Deutschlandweit lebten im Jahr 2017 mehr als drei Millionen Jungen und Mädchen von staatlichen Transferleistungen. Im Jahr 2000 waren es 1,45 Millionen. Damit habe sich die Zahl mehr als verdoppelt, obwohl die Zahl der Kinder insgesamt abgenommen hat. Darüber hinaus sei die Dunkelziffer hoch, weil viele Menschen Wohngeld oder andere Hilfen aus Scham nicht in Anspruch nähmen, sagte Hilgers. "In früheren Zeiten war Armut an Arbeitslosigkeit gekoppelt, heutzutage sind Menschen trotz Arbeit arm."

Armut führe zu schlechterer Gesundheitsversorgung und schlechteren Bildungschancen. Deshalb sei es wichtig, so früh wie möglich gegenzusteuern - mit vielerlei Maßnahmen, mahnte der frühere Bürgermeister der Stadt Dormagen. Über Hebammen, Erzieherinnen und Lehrer ließe sich zusammen mit sozialen Einrichtungen ein flankierendes Netz aufbauen, das Menschen ermutigen könne, die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten besser zu erkennen und zu nutzen.

"Kinder haben ein Recht auf Gesundheitsvorsorge, Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe", unterstrich der Kinderschutzbund-Präsident. Das seien genauso grundrechtliche Ansprüche wie die Menschenrechte. Insgesamt kritisierte er, dass die Hartz IV-Regelsätze nicht ausreichten, um Kindern einen guten Start zu garantieren.

epd sozialaktuell, 8.10.2018

Ungleiche Verteilung der Kinderarmut

Kinderarmut ist sehr ungleich verteilt. Nicht nur Alleinerziehende haben ein deutlich überdurchschnittliches Armutsrisiko. Dieses führt dazu, dass 40 Prozent aller Alleinerziehenden mit Hartz-IV-Leistungen leben. Das Armutsrisiko von Familien mit drei und mehr Kindern liegt - wenn neben dem Einkommen weitere Faktoren als Indikator herangezogen werden - laut dem Familienreport des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 seit Jahren kontinuierlich bei knapp einem Viertel - mit deutlichen Folgen: Jeder fünfte dieser Haushalte bezog Anfang 2017 SGB-Leistungen. Bei Paarhaushalten mit einem oder zwei Kindern lag der Anteil bei nur 6 beziehungsweise 7 Prozent.

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