Projekte und Angebote des Diakonischen Werkes Hannover gegen Kinderarmut

Quelle: Zahlen, Daten Fakten zur Armutsentwicklung in Hannover 2014-2016, download

Das Diakonische Werk Hannover ist in verschiedenen Projekten und Angeboten gegen Kinderarmut aktiv.
Hier ein paar Beispiele:

  • Frühförderprojekt HIPPY
  • Sprachfördermaßnahmen, incl. Sprachferien
  • Mittagssnack und Hausaufgabenbetreuung im Spargelacker
  • Unterstützung und pädagogische Freizeitangebote in den Familientreffs Geveker Kamp, Roderbruch, Kronsberg (Jungengruppe) und Spargelacker.

Diese und weitere Projekte und Angebote des Diakonischen Werkes, die sich gegen Kinderarmut einsetzen,

finden Sie hier:

Soweit wir dazu mit Spenden in der Lage sind, unterstützen wir auch in individuellen Notlagen der Kinder und Familien.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

2016 - ein Jahr der verpassten Chancen!

Berlin (epd). Das Jahr 2016 ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein "Jahr der verpassten Chancen". Bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland habe es die Bundesregierung versäumt, einen deutlichen Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit für Kinder zu machen, kritisierte der Verein am Mittwoch in Berlin. Die neuen Sozialgesetze bringen laut Kinderhilfswerk zum Jahreswechsel eine "Hartz-IV-Nullrunde für Kinder bis zu sechs Jahren, nur fünf Euro mehr für Jugendliche im Hartz-IV-Bezug, eine weitere Nullrunde beim Schulbedarfspaket und lediglich zwei Euro mehr Kindergeld".

Auch im Bildungsbereich herrsche Stillstand. Der Bildungserfolg hänge noch immer stark von der sozialen Herkunft ab. Hier vermisst das Kinderhilfswerk "den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen".

Das gelte auch für die Gesundheitsversorgung. Mädchen und Jungen aus finanziell benachteiligten Verhältnissen würden von den kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen nicht erreicht.

Das Kinderhilfswerk begrüßte, dass der Kinderzuschlag zum Jahreswechsel um zehn Euro und die Hartz-IV-Sätze für Sechs- bis 13-Jährige um 21 Euro erhöht werden. "Aber das ist für wirkliche gesellschaftliche Teilhabe, so wie sie das Bundesverfassungsgericht in seinem Hartz-IV-Urteil 2010 gefordert hat, viel zu wenig", sagte der Präsident der Hilfsorganisation, Thomas Krüger.

Ev. Pressedienst 28.12.2016

Kinderarmut - keine Spur von gleichen Chancen!

Schulausflüge, neue Kleidung und Spielzeug sind für sie keine Selbstverständlichkeit: Die Zahl armer Kinder in Deutschland nimmt weiter zu. Allerdings trifft dies nur auf den Westen zu. Einer der Hauptgründe ist vermutlich die Zuwanderung.

Sie haben es in der Schule oft schwerer, leben häufig ungesünder und haben Nachholbedarf bei der Sprache: Die Zahl armer Kinder in Deutschland steigt weiter an. Allerdings fällt die Entwicklung regional sehr unterschiedlich aus, wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Während die Kinderarmut im Westen zunimmt, geht sie im Osten leicht zurück. Betroffen sind weniger deutsche Kinder, dafür mehr ausländische. Der bundesweite Anstieg erklärt sich offenbar zu großen Teilen aus der Zuwanderung.

In Westdeutschland stieg die Zahl der Unter-18-Jährigen in Familien, die Hartz IV beziehen, von Juni 2015 bis Juni 2016 um 1,4 Prozent auf 1,448 Millionen, wie die Halbjahresstatistik der Bundesagentur zeigt, über die zunächst die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe) berichtete. In Ostdeutschland sank die Zahl um 2,6 Prozent auf 503.000. Unter den bundesweit insgesamt knapp zwei Millionen betroffenen Kindern sind rund 1,7 Millionen unter 15 Jahren.

Die Zahl ausländischer Kinder mit Hilfe vom Staat stieg den Angaben zufolge deutschlandweit seit Sommer 2015 um 67.000 (19,5 Prozent) auf 413.000 im Juni dieses Jahres. Zugleich sank die Zahl der betroffenen deutschen Kinder um rund 40.000 (3,2 Prozent) von 1,59 Millionen auf 1,54 Millionen.

Überdurchschnittlich viele Kinder, deren Eltern auf Grundsicherung angewiesen sind, leben laut Statistik in Nordrhein-Westfalen. Hier stieg die Zahl betroffener Jungen und Mädchen innerhalb eines Jahres um 1,4 Prozent auf 549.000. Das entspricht einer Quote von rund 18 Prozent. Jedes fünfte Kleinkind lebt in einer Hartz-IV-Familie.

Den größten Anteil von Minderjährigen aus Familien mit Grundsicherung verzeichnete der Statistik zufolge Berlin mit rund 31 Prozent, es folgten Bremen mit 30 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 22 Prozent. Die geringsten Quoten meldeten Bayern (6 Prozent) und Baden-Württemberg (8 Prozent).

Die jüngsten Zahlen decken sich mit Daten der Bertelsmann Stiftung vom vergangenen Monat. Die Stiftung wies in einer Studie darauf hin, dass trotz florierender Wirtschaft und geringer Arbeitslosigkeit in Deutschland fast zwei Millionen Mädchen und Jungen in Familien leben, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind.

Je länger Kinder in Armut aufwachsen, desto negativer seien die Folgen für ihre Entwicklung. Besonders gefährdet seien Kinder in alleinerziehenden Haushalten und Kinder mit vielen Geschwistern im Haus. Die Bertelsmann Stiftung forderte eine Reform der Grundsicherung für Kinder. Auch Sozialverbände kritisierten, dass trotz vieler Hilfen für Familien die Unterstützung bei armen Kindern nicht ankomme.

Ein Beitrag vom Ev. Pressedienst, 20.10.2016

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