Wohnungslose Menschen im Winter - was kann ich tun?

Wohnungslose Menschen sind im Winter besonders gefährdet. Auch in Deutschland erfrieren im jedem Jahr Menschen auf der Straße. Deshalb sollen im Winterhalbjahr die Menschen, die in Hannover auf der Straße leben, besonders im Auge behalten werden:

Unter dem Namen "Winternotprogramm" sind dazu einige Maßnahmen entwickelt worden. Diese Seite soll als Handreichung dazu dienen, die Situation von wohnungslosen Menschen auf der Straße besser einzuschätzen.

Was können Sie tun, wenn Sie einen wohnungslosen Menschen beobachten, der sich bei Minustemperaturen im Freiem aufhält und dessen Situation Ihnen gefährlich oder bedenklich erscheint?

  • Wie kann eine Hilfe aussehen?
    Wie kann Hilfe angeboten werden?
    Wie kann ein Gespräch entstehen?

Versuchen Sie, die Situation einzuschätzen:

  • Wie sieht die Person aus?
  • Ist sie ausreichend bekleidet? Wie ist sie ausgestattet? (Schlafsack etc.)?
  • Wo befindet sie sich (halbwegs geschützter Bereich)?
  • Ist sie allein unterwegs?

Sprechen Sie die Person ruhig an - was kann schon passieren. Selbst wenn diese ein Gespräch ablehnt, haben Sie es wenigstens versucht. Ist die Person ansprechbar, - weiß sie über Unterkunfts- und Versorgungsmöglichkeiten Bescheid? Wünscht sie Hilfe? Besteht der Eindruck, dass die Person nicht mehr "Herr ihrer Sinne" ist, eine "hilflose Person" also, haben Sie keine Scheu, Polizei oder Rettungsdienst zu informieren (bitte möglichst genaue Ortsangabe). Selbst wenn der Eindruck entsteht, dass die Person für sich selber sorgen kann oder gar keinen Kontakt wünscht, ist eine kurze telefonische Meldung an die "Winternothelfer_innen" hilfreich (morgen kann sich die Situation verschlechtert oder die Person ihre Meinung geändert haben) - auf jeden Fall können so die Streetworker_innen auf einem ihrer Straßengänge nach ihr sehen.

Kältebus der Johanniter

Der Kältebus ist in der kalten Jahreszeit in Hannover unterwegs und versorgt wohnungslose Menschen mit einer warmen Mahlzeit. Aber nicht nur das: die ehrenamtlichen Helfer nehmen sich auch Zeit für ein kurzes Gespräch, was oft fast genauso wichtig ist wie eine warme Mahlzeit und können, da sie über eine Ausbildung als Sanitäter verfügen, auch die Versorgung von Wunden übernehmen. Das Angebot wird von vielen wohnungslosen Menschen angenommen, so wurden im Winter 2017/18 von den Helfern mehr als 1500 Portionen warmes Essen ausgegeben.

Feste Haltestellen sind Kröpcke und Raschplatz, aber es ist auch möglich, die Johanniter über eine zentrale Telefonnummer über Schlafplätze und Treffpunkte von wohnungslosen Menschen zu informieren, so dass der Kältebus auch diese anfahren kann. Sie erreichen die Nummer jeweils montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr unter Tel. 0800 0848488.

Unterstützung durch Spenden

Die Bekleidungsausgabe der Zentralen Beratungsstelle (Wohnungslosenhilfe) benötigt Sachspenden in Form von Schlafsäcken, Bettdecken und Winterschuhen. Die Spenden können in der ZBS, Berliner Allee 8 (Bekleidungsausgabe), abgegeben werden. Bitte bringen Sie keine Spenden direkt zur Marktkirche!

Neben Sachspenden können Sie die Kältehilfe auch finanziell unterstützen. Eine Spende ist direkt online in unserem Spenden Tool möglich. Bitte verwenden Sie das Stichwort "Kältehilfe".

Wir danken für Ihre Unterstützung!

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