Jubiläumswoche - Der Tagestreff DüK feiert sein 30-jähriges Bestehen

(v.l.n.r.): Sozialarbeiter Jona Riegelmann, Oleg, der im Rahmen einer Sozialassistentenstelle Übersetzungen ins Polnische und Russische übernimmt mit Hund Misiu, Sozialarbeiter Nils Feuerbach, Besucherin Lena und Sozialarbeiterin Nadia Fürchtenicht. (Die nicht anwesende Sozialarbeiterin Isabelle Rank gehört ebenfalls zum Team.) Foto: Nina Chemaitis
31.01.2022

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt sofort den freundlichen, engagierten Einsatz auf Augenhöhe des vierköpfigen Sozialarbeiterteams. Jona Riegelmann ist seit Mai 2017 dabei: „Mit dem DüK versuchen wir all das zu bieten, was man in einer normalen Wohnung findet. Bei uns können die Besuchenden kochen, duschen, essen, fernsehen, Gespräche führen und einfach mal Pause von dem Leben auf Platte haben.“ Besuchende des Tagestreffs DüK erhalten von den Sozialarbeitern:Innen eine professionelle Erstberatung, der akute Bedarf wird ermittelt und eine Weitervermittlung an mögliche Hilfsangebote eingeleitet. Schätzungsweise 80% der Besuchenden sind männlich. „Normalerweise haben wir hier mehr als 100 Besucher am Tag, coronabedingt dürfen aktuell aber nur 24 Personen das DüK gleichzeitig besuchen,“ erklärt Sozialpädagogin Nadia Fürchtenicht. In der Jubiläumswoche hat das DüK für die Besuchenden Pizza, Torten und Geschenke organisiert. Lena kommt regelmäßig ins DüK und freut sich über eine Präsenttasche mit einer warmen Decke, Hygieneartikel und Schokolade für die Seele.

Die Sozialarbeiter:Innen im DüK sind ein offenes, hilfsbereites und gut eingespieltes Team. „Die Grundlage unserer Arbeit ist die Beziehungsebene. Eigentlich findet jede und jeder, die/der hier herkommt einen Gesprächspartner bei uns im Team, bei dem die Chemie stimmt und zu dem man Vertrauen aufbauen kann,“ erklärt Jona Riegelmann.

Ein unbemerktes aber nicht unwichtiges Thema: Gut genutzt werden im DüK auch die Schließfächer. Auch Wohnungslose benötigen für bestimmte Dinge, die weggeschlossen werden müssen, Platz. Davon gäbe es viel zu wenig. Die verfügbaren über 70 Schließfächer im DüK, die man gegen eine geringe Pfandgebühr erhalten kann, sind dauerhaft belegt. Das Thema Diebstahl spiele leider auch in der Wohnungslosenszene eine große Rolle. „Benötigt wird eigentlich die dreifache Menge,“ erklärt Jona Riegelmann weiter, doch dafür fehle der Platz. Abschließend fügt er hinzu: „Bei allen Angeboten, die zur Verfügung stehen, ist immer noch ein Thema klar im Vordergrund: Dass ausreichend Wohnraum zur Verfügung gestellt werden muss.“

Wir danken dem sehr sympathischen Team DÜK für seine tägliche, engagierte Arbeit und gratulieren dem Tagestreff zu seinem 30-jährigen Bestehen.


In den Stadtteilen

befinden sich Einrichtungen der Diakonie

Menschen in Stadt(-teil) und Gemeinde