Sei behütet: Diakoniegottesdienst unter freiem Himmel

Diakoniegottesdienst an der Marktkirche mit 400 Besucher_innen
06.09.2020

Entpflichtung

Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes wurde durch den amtierenden Superintendenten Thomas Höflich gemeinsam mit Hans-Joachim Lenke, Direktor des Diakonischen Werkes in Niedersachsen, von seinen Pflichten im Diakonischen Werk im Rahmen des feierlichen Diakoniegottesdienstes auf dem Platz an der Marktkirche bei herrlichem Sonnenschein entbunden und wird zum 1.10. die Aufgaben des Stadtsuperintendenten übernehmen.

Auf Wiedersehen

Oberbürgermeister Belit Onay hatte in seinem Abschiedsgrußwort allerdings auch ein Trostpflaster bereit: Es heiße "Auf Wiedersehen und nicht Adieu!" Man werde sich wiedersehen, wenn es um die Belange der Stadtgesellschaft und er freue sich drauf. Er dankte Rainer Müller-Brandes mit herzlichen Worten für die bisherige gute Zusammenarbeit und sein Wirken für die Menschen, die in dieser Stadt der Hilfe Anderer bedürften. In einem weiteren Grußwort zeigte sich die Asphaltverkäuferin Ingelore Rakisch dankbar für das Wirken vom Diakoniepastor, auch in der Begleitung auf dem letzten Weg wie bei Verkäufer Hasso im Ruheforst Deister.
400 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Ehrenamtliche, ehemalige und aktuell tätige Hauptamtliche, sowie viele weitere Gäste waren gekommen, um an dem jährlichen Diakoniegottesdienst, diesmal coronabedingt ganz anders als gewohnt und unter freiem Himmel, teilzunehmen und Abschied von Rainer Müller-Brandes zu nehmen.

Wir sind hier richtig: Mitten in der Stadt

Viele hatten die kleinen Diakoniefähnchen in der Hand und verfolgten aufmerksam die Predigt, in der Rainer Müller-Brandes hervorhob, was alles gemeinsam in Coronazeiten geschafft, aufrechterhalten und neu aufgebaut wurde. Und wie er betonte: "Die Kirche muss dort sein, wo sie gebraucht wird, und darf sich nicht mit sich selbst beschäftigen!"

Erfahrungen mit Corona

Es wurde in kurzen Beiträgen innegehalten und an die Menschen gedacht, die krank geworden oder gestorben sind oder es in anderer Weise durch die Schließung von Schulen und Kitas, Jobverlust etc. schwer hatten und haben.  So berichtete z. B. Silvia Schulz, Friseurmeisterin aus Langenhagen, über ihre Erfahrungen, Matthias Brodowy verwies auf die schwierigen Bedingungen und existentiellen Sorgen der Kulturschaffenden. Weitere Gedanken dazu wurden von Jutta Schulte, Denise Rose, Anne Wolters, Miriam Hemme und Katrin Engler vorgetragen.Ihre Erfahrungen mit Corona brachten in einem Gespräch mit Pressesprecherin Insa Becker-Wook die Pflegerin Nina König, die Ehrenamtliche in der Arbeit mit Obdachlosen in der Jugendherberge, Ruth Penner, und der Polizist Heiko Wallbaum zum Ausdruck.

Dank für acht Jahre Zusammenarbeit

Mit herzlichen Dankesworten für die mehrjährige enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit wandte sich der kaufmännische Geschäftsführer Lutz Jung an Rainer Müller-Brandes, und "gut zu wissen, lieber Rainer, dass Du nur zwei Straßen weiter zu finden bist." Für die Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes überbrachten Jutta Schulte, Abteilungsleiterin der Seniorenarbeit gemeinsam mit Bernd Möller, Abteilungsleiter der Kirchenkreissozialarbeit, Gedichtetes und Süßes aus allen Abteilungen.

Wegzehrung der Bürgerstiftung

Sänger und Kabarettist Matthias Brodowy sowie Jan Meyer, Kantor der Gospelkirche, am Keyboard sorgte mit seiner musikalischen Begleitung für eine besondere Stimmung. Das bekannte Hannover-Lied hatte Matthias Brodowy um eine Strophe anlässlich des Abschieds ergänzt. Die Bürgerstiftung Hannover war mit einer kleinen „Wegzehrung“, die auf allen Stühlen bereitlag, beteiligt.

Die Kollekte, zu der der Marktkirchenvorstand Reinhard Scheibe aufrief und die ein Ergebnis von 1.800,83 Euro erbrachte, wird für die Schulausstattung von Erstklässlern eingesetzt. Vielen Dank!!

Video-Impressionen vom Diakoniegottesdienst!

 

In den Stadtteilen

befinden sich Einrichtungen der Diakonie

Menschen in Stadt(-teil) und Gemeinde