Ökumenische Essenausgabe wird bis Ende März verlängert

Pastorin Elisabeth Griemsmann mit Schutzmaske, Handschuhen und einem mit Essen gefülltem Teller in der Hand in der Ökumenischen Essenausgabe
Pastorin Elisabeth Griemsmann freut sich über die Verlängerung der Ökumenischen Essenausgabe bis Ende März. Foto: Severine Bunzel
22.02.2021

Seit Anfang Januar erhalten Wohnungslose und bedürftige Menschen dort an jedem Wochentag eine kostenlose warme Mahlzeit. Ursprünglich sollte die Ökumenische Essenausgabe nur bis zum 28. Februar geöffnet sein. Nun wird sie bis zum 26. März verlängert.

„Ich freue mich, dass wir dieses sinnvolle Angebot weiterführen und Menschen helfen können, die wirklich in einer Notlage sind“, sagt Elke Walpert-Niemann vom Diakonischen Werk Hannover. In diesem Jahr verzeichne die Essenausgabe ein erhöhtes Spendenaufkommen, zusätzlich werde an einem Wochentag das Essen kostenlos angeliefert und es würden weitere Spenden von Nahrungsmitteln auch zum Mitnehmen abgegeben. Die Koordinatorin wies darauf hin, dass die Ökumenische Essenausgabe in diesem Jahr auch das Jugendgästehaus beliefert, in dem zurzeit Wohnungslose untergebracht sind.

Pastorin Elisabeth Griemsmann von der Evangelisch-reformierten Kirche zeigt sich erleichtert, dass die Essenausgabe trotz der Corona-Pandemie stattfinden kann. „Mit unserem Hygienekonzept haben wir eine gute Form gefunden, das Essen auszugeben und begrüßen es, dass wir das Angebot bis Ende März fortsetzen können,“ sagt sie. Durchschnittlich 90 Menschen kämen pro Tag in die Essenausgabe. Sie würden in Gruppen zu rund 25 Personen eingelassen und säßen dann verteilt im großen Foyer der Gemeinde. Nach jeder Gruppe werde gelüftet und desinfiziert, erläutert Griemsmann. Im vergangenen Jahr waren täglich bis zu 200 Gäste zur Ökumenischen Essenausgabe gekommen, die erstmals in der Evangelisch-reformierten Kirche stattgefunden hatte. „Die Sorge vor einer Corona-Infektion hält natürlich in diesem Jahr manche Gäste von einem Besuch ab“, sagt Walpert-Niemann. Durch die geringere Besucherzahl herrsche jetzt aber eine deutlich entspanntere und ruhigere Atmosphäre bei der Essenausgabe.    

Die Ökumenische Essenausgabe hat von Montag bis Freitag von 10.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Rund 140 Essen werden dort jeden Tag ausgegeben, es besteht auch die Möglichkeit, das Essen mitzunehmen oder vor der Kirche zu verzehren. Ein Team von rund 35 Ehrenamtlichen, die bei ihrer Arbeit eine medizinische Schutzmaske tragen, sorgt für den reibungslosen Ablauf der Essenausgabe. Das Diakonische Werk Hannover koordiniert seit rund 30 Jahren die Ökumenische Essenausgabe, weitere Kooperationspartner sind die Evangelisch-reformierte Gemeinde Hannover, die Heilsarmee, die katholische Kirchengemeinde St. Heinrich und die Neustädter Hof- und Stadtkirche. Verschiedene Institutionen unterstützen die Essenausgabe mit der Zubereitung und Lieferung von Mahlzeiten, wie zum Beispiel das Diakoniekrankenhaus Friederikenstift, die VHV-Versicherung, die Vereine Kochen für Obdachlose und Lindener Tisch sowie die Nord L/B. Die Ökumenische Essenausgabe wird durch Spenden finanziert und benötigt rund 60 000 Euro pro Jahr.

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