Lesung mit Lars Ole Walburg im Historischen Museum Hannover

Lars Ole Walburg bei der Lesung
12.10.2018

Trotz herrlichen Sommerwetters sind am 11. Oktober zahlreiche Zuhörer in den Vortragssaal des
Historischen Museums gekommen, um eine ganz besondere Premiere für Schauspielintendant Lars
Ole Walburg
mitzuerleben: Zum ersten Mal erklangen Geschichten aus dem Ehrenamt, die im
Laufe des vergangenen Jahres in zwei Workshops in Garbsen und Hannover entstanden sind,
öffentlich – und er war eingeladen, sie vorzutragen.
Die Geschichten, die Walburg ausgewählt hat, spiegeln die Vielschichtigkeit des Buches wider: Das
Wiedersehen einer Familie, die sich seit fast sechs Jahren nicht gesehen hat, das Bemühen, alles
richtig machen zu wollen, um sich möglichst gut zu integrieren, die Hilflosigkeit ehrenamtlicher
Begleiter zu Anhörungen des BAMF, Bildfetzen aus der verlassenen Heimat oder scheinbar typisch
deutsche Eigenschaften.
Im anschließenden Gespräch mit Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes zeigt Walburg
Möglichkeiten und Grenzen politischen Theaters auf, spricht von der Bedeutung von Kunst auf der
Bühne und der Nähe der Werke Erich Maria Remarques zur Gegenwart. „Demokratie ist nicht
gottgegeben“ – Dieser Satz bleibt im Ohr. Unsere Demokratie sei in historischen Dimensionen
gedacht erschreckend jung und keineswegs eine Selbstverständlichkeit.
Am Ende zollt der Intendant den in vielen Bereichen ehrenamtlich engagierten Menschen großen
Respekt und Anerkennung: „Es kann einen stolz machen, dass es in Deutschland so viele
Menschen im Ehrenamt gibt.“
Die Lesung wurde organisiert vom Evangelischen Flüchtlingsnetzwerk Hannover Garbsen Seelze in
Kooperation mit dem Historischen Museum Hannover und dem Schauspiel Hannover.

Vielen Dank für die unkomplizierte und freundliche Zusammenarbeit!

Das Buch „Schreib das auf“ ist im Diakonischen Werk Hannover, Burgstraße 10, zu den
Öffnungszeiten (Mo-Do. 8.00 – 17.00 Uhr, Fr. 8.00 - 13.00 Uhr) zum Preis von 8,50 Uhr erhältlich.

Anfragen zu Lesungen durch die Autorinnen und Autoren persönlich wenden sich bitte an Rebekka
Hinze
(r.hinze@kirche-in-horst.de) oder Johannes Meyer (johannes.meyer(at)evlka.de).

Hier zum HAZ-Bericht...

Weitere Fotos

Im Gespräch mit Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes
vlnr: Lars Ole Walburg, Johannes Meyer, Rebekka Hinze, Rainer Müller-Brandes
Die Schreibenden mit Geschäftsführerin des Ev. Flüchtlingsnetzwerkes, Rebekka Hinze, Rainer Müller-Brandes und Johannes Meyer (Ideengeber für das Projekt).
In den Stadtteilen

befinden sich Einrichtungen der Diakonie

Menschen in Stadt(-teil) und Gemeinde