Kinder erlebten Mittelaltermarkt als Ferienangebot

Auf dem Mittelaltermarkt in der Egestorffschule hatten die Kinder während der Ferienwoche viel Spaß. Foto: Privat
03.08.2021

Auf einem Mittelaltermarkt sind Schulkinder aus der Egestorffschule und der Grundschule Ahlem jetzt in Hannover auf Zeitreise gegangen. Der einwöchige Mittelaltermarkt in der Egestorffschule war Teil des Sommerferienprogramms, das die Leine-Lotsen, ein Projekt des Diakonischen Werkes Hannover im Rahmen der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder angeboten haben. Die Schulkinder haben Handwerke wie Filzen, Kupfer treiben oder Seife herstellen ausprobiert. Sie bastelten sich eine Ritterrüstung mit Umhang, Kette und Helm. Und sie erfuhren, wie die Menschen im mittelalterlichen Hannover gelebt und gearbeitet haben. „Wir wollten mit unserem Ferienprogramm berufstätige Eltern entlasten und Kindern pädagogische, erlebnisorientierte Angebote machen“, sagen die Koordinatorinnen Andrea Scharlipp und Inken Hennies von den Leine-Lotsen.

Das Ferienprojekt wurde in Kooperation mit dem Historischen Museum Hannover und dem Kulturbüro Linden organisiert, finanzielle Unterstützung kam von der Stadt Hannover und dem Quartierfonds Linden. So gaben Mitarbeitende des Museums den Kindern eine Einführung in die Mittelalterzeit, aus dem Museum kamen auch die Materialien für die Ritter- und auch Ritterinnen-Rüstungen, Gießformen für Urkunden und Siegel oder Stoff zum Filzen. 36 Schülerinnen und Schüler tummelten sich an den einzelnen Stationen des Mittelaltermarktes. Mittags saßen alle bei einem gemeinsamen Essen beisammen. Rund 15 Betreuungskräfte waren im Einsatz, um den Kindern ein abwechslungsreiches Ferienangebot zu machen.

„Viele Kinder, beispielsweise aus Linden-Süd, fahren in den Sommerferien nicht weg“, sagt Bettina Kahle vom Kulturbüro Linden. „Sie sollten auch die Möglichkeit haben, in den Ferien etwas Schönes und auch Lehrreiches zu erleben.“ Auffällig sei gewesen, dass viele Kinder anfangs sehr zurückhaltend waren. „Als wir ihnen vermittelt haben, dass hier nichts bewertet und keine Leistung gefordert wird, sind sie mutiger geworden und haben die unbekannten Handwerke gerne ausprobiert.“ Zum Abschluss der Ferienwoche feierten die Kinder ein Mittelalterfest, alle trugen ihre Ritterrüstungen, es wurde ein Feuer gemacht und Stockbrot gebacken. Jedes Kind erhielt einen Ritter- oder eben Ritterinnenschlag und bekam eine Urkunde. „Schade ist, dass die Eltern dieses Jahr nicht an dem Abschlussfest teilnehmen konnten“, bedauern Scharlipp und Kahle. Aufgrund der Corona-Vorschriften durften keine externen Besucherinnen und Besucher auf das Schulgelände, alle Teilnehmenden wurden während der Woche auf Corona getestet. „Wir sind froh, dass wir dieses Angebot durchführen konnten“, sagen die beiden Organisatorinnen. „Und wir haben bereits mit den Planungen für das nächste Jahr angefangen.“

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