Großer Dank an die Ehrenamtlichen aus der Essensausgabe für Ukraine-Flüchtlinge

Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp (li.) dankte den Ehrenamtlichen, die sich in der Essensausgabe für Ukraine-Flüchtlinge engagiert haben. Foto: Sabine Dörfel
28.07.2022

„Wenn die Kinder auf uns zugekommen sind und uns angelächelt haben, dann war alle Mühe vergessen“, sagt Ingrid Wehking. Gemeinsam  mit anderen Ehrenamtlichen hat die 71-Jährige dafür gesorgt hat, dass die ukrainischen Flüchtlinge bis Ende Juni in den CVJM-Räumen in der Innenstadt Hannovers kostenlos täglich ein warmes Mittagessen bekommen konnten. Jetzt hat Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp das Team der Ehrenamtlichen eingeladen, um ihnen zu danken und gemeinsam Rückschau auf die Arbeit in der Essensausgabe zu halten. Für Werner Dierker (67) war es eine „sinnvolle Aufgabe und das Mindeste, was ich angesichts der Schrecken des Ukraine-Krieges und seiner Folgen tun konnte“. Die gemeinsame Arbeit im Ehrenamtlichen-Team sei „stärkend und sehr schön“ gewesen, betont Wehking und hebt dabei auch die umfassende Unterstützung durch die Diakonie-Koordinatorin Elke Walpert-Niemann hervor.

Pastor Feldkamp dankte den anwesenden 17 Männern und Frauen für ihr außerordentliches Engagement, das teils auch unter improvisierten und manchmal herausfordernden Bedingungen stattgefunden habe. Kirche und Diakonie hätten schnell und unbürokratisch reagieren müssen, um die Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu unterstützen, das kostenlose warme Mittagessen sei dabei ein wichtiger Baustein gewesen. „Sie haben den Menschen, die in Not waren, hier eine erste Heimat gegeben“, sagte er. „In Ihrer individuellen Zuwendung zu diesen Menschen zeigte sich die Nächstenliebe sehr konkret.“ Für Christen gebe es gar keine andere Wahl, als sich in der Welt zu engagieren und „das haben Sie auf sehr schöne und besondere Weise getan“, fügte Feldkamp hinzu. An Menschen, die sich so konkret und praktisch für Nächste in Not einsetzten, seien Kirche und Diakonie am besten zu erkennen, betonte der Diakoniepastor. „Auf Ihr Engagement baut Kirche auf und durch Sie lebt Diakonie“, sagte er mit abschließenden Dankesworten.           

Alle Anwesenden nutzten die Gelegenheit, um noch einmal ihre Eindrücke und Erlebnisse aus der Arbeit in der Essensausgabe zu schildern. „Harmonische Gemeinschaft“, „Anerkennung und Wertschätzung“, „tolle Menschen kennengelernt“, „zu Herzen gehender Dank“, „auch ohne Worte bewegender Ausdruck in Mimik und Gestik der Gäste“ und die „Lebendigkeit, aber auch Tapferkeit der Kinder“ waren Stichworte, die in den Schilderungen immer wieder auftauchten. Für manche Helfenden wurden eigene oder familiäre Erinnerungen an Kriegs- und Notzeiten wach, immer wieder wurde der „team spirit“ der Gruppe gelobt, der es auch ermöglicht hatte, zwischenzeitlich auftauchende Schwierigkeiten oder Belastungen zu überwinden. Besonders anrührend fanden auch einige Ehrenamtlichen, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer selbst mitanpacken wollten, wo es möglich war. „Ein Mann hat immer bis zuletzt gewartet, um beim Abwischen der Tische zu helfen“, berichtet ein Teammitglied. Viele der Ehrenamtlichen sind bereits seit einigen Jahren in der Ökumenischen Essenausgabe oder den Vesperkirchen aktiv, für andere hat sich jetzt ein neues Tätigkeitsfeld ergeben. „Ich bleibe dabei oder suche mir noch andere Aufgaben bei der Diakonie“, zieht eine frisch pensionierte neue Ehrenamtliche Bilanz ihres Einsatzes bei der Essensausgabe.     

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