Ehepaar Mannherz (Zahnmobil) und Rap-Projekt ausgezeichnet!

Preisübergabe an Ehepaar Mannherz
27.03.2017

Seit fünf Jahren seines Bestehens vergibt das Deutsch-Türkische Netzwerk e. V. Hannover einen Gesellschaftspreis in verschiedenen Kategorien.

Der Gesellschaftspreis 2017 wurde im Rahmen einer mit annähernd 200 Besucher_innen am 26.3. im Forum St. Joseph (Isernhagener Straße) mit beeindruckendem Programm und mit viel Anklang bei allen Teilnehmer_innen unter anderem an Menschen verliehen, die sich für Projekte engagieren, an denen das Diakonische Werk Hannover maßgeblich beteiligt oder deren Träger es ist.Die Veranstaltung stand unter Schirmherrschaft des Kultur- und Personaldezernenten Harald Härke.

Laudator in der Kategorie Soziales Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover, schilderte mit welcher Konsequenz und besonderem Engagement das Ehepaar Dr. Ingeburg und Werner Mannherz das Zahnmobil – Hilfe mit Biss! vor fünf Jahren auf die Beine stellten, welches seitdem Obdachlose und Menschen in sozialen Schwierigkeiten, darunter auch Flüchtlinge, an verschiedenen Orten der Stadt und Region regelmäßig zahnmedizisch versorgt. Werner Mannherz stellte in seiner Dankesrede heraus, dass inzwischen über 2.000 Menschen aus insgesamt 26 Nationen behandelt werden und ihnen somit geholfen werden konnte. Ohne das große Team aus ehrenamtlichen Ärzten und Fahrern sowie vielen Sponsoren sei dieses Projekt aber nicht möglich geworden. Das Diakonische Werk Hannover ist Träger des Zahnmobil – Hilfe mit Biss! und gratuliert den Geehrten und dem ganzen Projekt ausdrücklich!

Laudator Georg May, Geschäftsführer von Leinehertz, würdigte in der Kategorie Musik das Rap-Projekt des Vereins Lausch Kultur mit Rapper Spax, der im Rahmen eines Workshops mit jungen Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern einen Rapsong „I have a dream“ auf die Bühne brachte. Der Verein Lausch Kultur Hannover e.V (Veranstalter der Internationalen A-Cappella-Woche Hannover), kooperiert mit dem Bündnis Niedersachsen packt an und das Diakonische Werk Hannover, die das Projekt mit gefördert und aktiv begleitet haben. Video vom Auftritt im FAUST hier...

Spax ließ es sich nicht nehmen, als Dank an das Deutsch-Türkische Netzwerk und alle Teilnehmenden seine Botschaft in Form eines Raps ohne instrumentelle Begleitung vorzutragen und erntete dafür brausenden Beifall. Video von der rappigen Danksagung hier...

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Doris Schröder-Köpf, Nds. Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, in Begleitung des Innenministers Boris Pistorius den Preis in der Kategorie Kultur an Allaa Faham und Abdul Abasi den Preis an überreicht, beide haben nach ihrer Flucht mit viel Erfolg und großer Fangemeinde das Internetprojekt „GermanLiveStyle“ begründet und damit zum Verständnis der Kulturen von Deutschen und Syrern beigetragen.

Ein weiterer Preis in der Kategorie Wirtschaft ging an die Hochschule Hannover für ein erfolgreiches Projekt, welches Flüchtlingen den Zugang zum Studium erleichtert.

Moderatorin Senay Duzcu leitete mit viel Humor und mit familiär inspirierten interkulturellen Betrachtungen durch die Veranstaltung, an der auch die Tanzgruppe Mofesi und die A-cappella-Band Sintonic mitwirkten. Zum Schluss tanzte der ganze Saal ausgelassen.

In ihrer Begrüßung hatte Petra Rangen vom Vorstand des Deutsch-Türkischen Netzwerkes betont, dass es das Ziel des Vereins sei, gerade in angespannten Situationen Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion und politischer Anschauung zusammenzubringen, um damit das friedliche Zusammenleben zu fördern und zur Integration beizutragen. Die Veranstaltung war gerade in dieser Hinsicht ein Erfolg.

Allen Preisträgern herzlichen Glückwunsch!

 add.

 

 

Weitere Fotos

Ein gefüllter Saal mit aufgeschlossenem Publikum
Laudator Erwin Jordan
Dankesrede
Moderatorin Senay Duzcu
Laudator Georg May
Preisübergabe an Spax und die Jugendlichen
Dankesrede
Workshop-Teilnehmer_innen
... mit Frank Hülsemann, Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes
Ehepaar Mannherz
In den Stadtteilen

befinden sich Einrichtungen der Diakonie

Menschen in Stadt(-teil) und Gemeinde