Die Laptop-Spenden kommen gut an: Erste Geräte wurden übergeben

Foto: Das Fahrgastfernsehen
18.05.2020

Eine Freude für die Kinder Lukas*, Selma* und ihre Väter sowie Auszubildende Jazna*, die die gespendeten Laptops im Rahmen eines Pressetermins im Haus der Diakonie strahlend in Empfang nehmen. 

"Die ohnehin vorhandenen Schranken werden durch Corona noch immens verschärft - dem wollen wir entgegenwirken und freuen uns sehr über die große Resonanz," betont Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. "In Hannover ist etwa jedes vierte Kind auf Leistungen wie Hartz IV angewiesen, kostenloses Mittagessen ist größtenteils ausgesetzt. Die Belastungen für die betroffenen Familien steigen also."

17 Geräte wurden inzwischen vom IT-Partner N&R EDV Lösungen mit Betriebssystem (Windows oder Linux je nach Voraussetzung) sowie Arbeitssoftware ausgestattet. Geschäftsführer Tobias von Nickisch-Rosenegk: "Wir unterstützen dieses Projekt gerne und unentgeltlich, weil wir damit Gutes tun können!" Ein großer Teil der gespendeten Geräte sei einsatzfähig, ein kleinerer sei nicht mehr zu gebrauchen.

Bettina Herter, stellvertretende Abteilungsleiterin von SINA, erläutert den Bedarf für die von ihrer Abteilung begleiteten Auszubildenden, die sich unter schwierigen Bedingungen auf Prüfungen vorbereiten müssen, und nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen. Jazna hat in zwei Wochen ihre Prüfung und freut sich, dass sich für sie die Vorbereitungen deutlich verbessern, damit auch die Chance, diese erfolgreich zu bestehen. "Die Jugendwerkstätten sind kaum im Blick der Öffentlichkeit, dabei gibt es 100 davon in Niedersachsen", ergänzt Rainer Müller-Brandes.

Eicke Imhoff schildert aus seiner Erfahrung als Sozialarbeiter bei der Jugend- und Familienhilfe Die Leine-Lotsen, dass viele Familien, insbesondere mit mehreren Kinder in beengten Wohnverhältnissen, kaum Chancen haben, um den Anforderungen gerecht zu werden, zuhause für die Schule zu lernen und Aufgaben zu erledigen.

Tag für Tag werden im Haus der Diakonie, Burgstraße 10, gebrauchte Laptops abgegeben. Inzwischen sind es 80 Geräte, hinzu kommen noch 20 fertig ausgestattete von einem großen Notebook-Händler.(Stand am 22.5.)

Spendenkoordinatorin Miriam Hemme erläutert, dass die Geräte über mehrere Abteilungen des Diakonischen Werkes an die Familien und Auszubildenden nach Prioritäten weitergegeben werden, von denen der Bedarf bekannt ist. "Wir benötigen weiterhin Laptops oder Notebooks, gerne auch Tablets. Der Bedarf ist groß und wird steigen. Auch Geldspenden helfen uns, um Familien mit Schulkindern unterstützen zu können."

Hier können Sie spenden.

 

* Wir haben die Namen aus Personenschutzgründen geändert.

 

Beitrag der Neuen Presse online am 18.5.

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