Abschied nach 61 Jahren…

Seit 2011 war Gisela Dröge die Klubleiterin.
25.02.2022

Der Seniorenkreis in der Burgstraße 10 im Haus der Diakonie wurde 1961 gegründet. Er war einer der ältesten Seniorenkreise in Hannover, wenn nicht gar der Älteste.

Seitdem gab es viele Änderungen in diesem Bereich der sogenannten klassischen Seniorenarbeit. Die Inhalte der Nachmittage haben sich im Laufe der Jahre und der ehrenamtlichen Leiterinnen verändert, jede hat den Kreis auf ihre unverwechselbare Art mit geprägt.

Am längsten leitete Karin Körner den Kreis. Seit 2011, zuerst noch gemeinsam mit Frau Körner und dann seit 2014 allein, war Gisela Dröge die Klubleiterin.

Bei aller Veränderung ist doch eines immer gleich geblieben: das Kaffeetrinken zu Beginn. Früher gab es vorher auch noch Gymnastik.

Kreise wie dieser waren für viele ältere Menschen ein Lichtblick in der Woche, ein Stück Familie, Gemeinschaft, Fröhlichkeit, Information. Ein Tag, auf den man sich gefreut hat.

Und die ehrenamtlichen Leiterinnen waren Ansprechpartnerinnen, Kummerkasten, Zuhörerin, Hilfevermittlerin u.a.m.

Die Teilnehmenden haben aufeinander geachtet und gemerkt und nachgefragt, wenn jemand fehlte und sich vielleicht auch teilweise privat zwischendurch besucht. Und regelmäßige Helferinnen gab es darunter natürlich auch.

So war alles auch ein Stück gegenseitiges Geben und Nehmen. Sie sind miteinander durch Freud und Leid gegangen.

Inzwischen sind nicht nur bei der Diakonie, sondern auch bei den anderen Trägern offener Seniorenarbeit diese Angebote am schrumpfen. Corona hat dazu noch ein weiteres beigetragen. Deshalb haben die verbliebenen Teilnehmerinnen zusammen mit der ehrenamtlichen Leiterin beschlossen, den Kreis in dieser Form aufzugeben. Das Gute dabei ist, dass sich alle, auch wenn der Kreis im Februar offiziell endet, weiterhin auf privater Ebene treffen und die Kontakte untereinander halten.

Denise Rose als zuständige Mitarbeiterin und Jutta Schulte als Abteilungsleiterin haben sich bei Frau Dröge mit einem Abschiedsgeschenk und Blumenstrauß bedankt und auch den Teilnehmerinnen eine Rose mit auf den Weg gegeben.

Im Haus der Diakonie ist damit ein lange Tradition zu Ende gegangen.

Jutta Schulte im Februar 2022

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