Projekte und Angebote des Diakonischen Werkes Hannover gegen Kinderarmut

Quelle: Zahlen, Daten Fakten zur Armutsentwicklung in Hannover 2014-2016, download

Das Diakonische Werk Hannover ist in verschiedenen Projekten und Angeboten gegen Kinderarmut aktiv.
Hier ein paar Beispiele:

  • Frühförderprojekt HIPPY
  • Sprachfördermaßnahmen, inkl. Sprachferien
  • Mittagssnack und Hausaufgabenbetreuung im Spargelacker
  • Unterstützung und pädagogische Freizeitangebote in den Familientreffs Geveker Kamp, Roderbruch, Kronsberg (Jungengruppe) und Spargelacker.

Diese und weitere Projekte und Angebote des Diakonischen Werkes, die sich gegen Kinderarmut einsetzen bzw. präventiv dagegen wirken,

finden Sie hier:

Soweit wir dazu mit Spenden in der Lage sind, unterstützen wir auch in individuellen Notlagen der Kinder und Familien.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

80 Euro Corona-Zuschlag für Kinder mit Grundsicherung

Die Versorgung der Kinder kostet in Zeiten der Corona deutlich mehr!

"Nicht nur in die Bilanzen von Unternehmen, sondern auch in die schmalen Geldbeutel von Hartz IV-Bezieherinnen und -Beziehern reißt die Corona-Krise tiefe Löcher. Denn eine außergewöhnliche Belastung durch eine weltweite Pandemie ist in den Berechnungen der Regelsätzen nicht vorgesehen. Deshalb brauchen Menschen in Grundsicherung jetzt einen Zuschlag von 100 Euro für Erwachsene und 80 Euro je Kind für diese außergewöhnliche Belastung. Die Mehrkosten entstehen, da die Kinder wegen der Schließung von Kindergärten und Schulen kein kostenloses Mittagessen mehr bekommen, Sonderangebote oftmals wegen Hamsterkäufen nicht mehr bekommen und auch viele Tafeln geschlossen sind. Neben der Kontaktsperre bereitet die aktuelle Krise insbesondere Familien in Grundsicherung massive Versorgungsprobleme, die erhebliche Folgen für die Gesundheit haben können."

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland.

Das Diakonische Werk Hannover unterstützt die Petition auf change.org und bittet Sie, diese ebenfalls zu unterzeichnen.

Anhörung im Rathaus Hannover am 17.2.2020

"Maßnahmen gegen Kinder- und Familienarmut in Hannover" war das Thema einer Anhörung des Sozial- und Jugendhilfeausschusses am 17.2.2020 im Rat der Landeshauptstadt Hannover.

Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes trug dort für die AGW (Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände) vor.

Mehr dazu in unseren news.

Weltarmutstag: Diakonie fordert Kindergrundsicherung

Hannover (epd). Anlässlich des Weltarmutstages hat die Diakonie in Niedersachsen erneut eine Kindergrundsicherung gefordert. "Armut ist nicht weit weg, sondern leider mitten unter uns anzutreffen", sagte Vorstands-Sprecher Hans-Joachim Lenke am Donnerstag in Hannover. In Niedersachsen seien ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht oder müssten in Armut leben. "Konkret reden wir hier von über 270.000 jungen Menschen."

Insbesondere Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern seien betroffen, sagte Lenke. "Es darf nicht sein, dass Kinder in unserem Land ein Armutsrisiko darstellen." Darum müsse mit einer Kindergrundsicherung jedem Kind ein auskömmlicher Betrag als eigener Rechtsanspruch zur Verfügung stehen. Lenke zufolge sind rund 16 Prozent der Niedersachsen von Armut bedroht, aber 45 Prozent der Alleinerziehenden müssten in Armut oder an der Armutsgrenze leben.

Im Dezember 1992 hatten die Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung erklärt. Der Tag wurde auf eine Initiative des französischen Armutspriesters Joseph Wresinski (1917-1988) hin deklariert, der seit Mitte der 1950er Jahre mit Pariser Obdachlosen lebte und arbeitete. Er war davon überzeugt, dass Menschen aus dem Elend herausgeholfen werden könne. (7078/17.10.19)

Bertelsmann-Studie: Geld kommt bei den Kindern an!

Die Stammtischparole, dass Kindergeld und andere Sozialleistungen von Hartz-IV-Empfänger_innen nur „zweckentfremdet" werden würden, ist wissenschaftlich widerlegt.

Dieser Vorwurf des massenhaften Zweckentfremdens von Geld, ist also gemäß dieser empirischen Studie nicht haltbar. Vielmehr investieren Eltern in der Mehrzahl öffentliche Gelder in bessere Bildung.

Die Bertelsmann-Stiftung hat dazu mitgeteilt: „Kinder profitieren von direkten staatlichen Geldtransfers wie dem Kindergeld. Entgegen bestehender Vorurteile werden diese sogenannten Direktzahlungen von den Eltern in der Regel nicht zweckentfremdet – und etwa für Alkohol, Tabak oder Unterhaltungselektronik ausgegeben. Sie werden vielmehr in größere Wohnungen, aber auch in bessere Betreuung, Bildung und in die Hobbys der Kinder investiert. Zudem reduzieren Eltern aufgrund des Kindergelds nicht ihre Arbeitszeit. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse von Dr. Holger Stichnoth und seinem Team vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in unserem Auftrag."

Ein Manko der Studie bzw. vor allem der Politik: Hartz-IV-Familien, die besonders von Armut betroffen sind, wurden aus den Stichproben entfernt. Begründung: Bei ihnen könnten die Effekte des Kindergeldes gar nicht untersucht werden, da es komplett mit den Regelsätzen verrechnet werde, also den Familien nicht als zusätzliche Finanzspritze zur Verfügung stehe.

Die Bertelsmann-Stiftung fordert von der Bundespolitik aufgrund des unverhältnismäßigen unbürokratischen Aufwandes von zweckgebundenen Leistungen für Kinder (Schulbedarf, Klassenfahrten, Sportverein, Musikangebote) die Einführung eines Teilhabegeldes (Kindergrundsicherung), die die bisherigen Förderungen bündeln soll. 

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung finden Sie unter den downloads, rechts auf dieser Seite.

Mehr zu diesem Thema auch in einem Interview des Deutschland-Radios.

26.11.2018

Ungleiche Verteilung der Kinderarmut

Kinderarmut ist sehr ungleich verteilt. Nicht nur Alleinerziehende haben ein deutlich überdurchschnittliches Armutsrisiko. Dieses führt dazu, dass 40 Prozent aller Alleinerziehenden mit Hartz-IV-Leistungen leben. Das Armutsrisiko von Familien mit drei und mehr Kindern liegt - wenn neben dem Einkommen weitere Faktoren als Indikator herangezogen werden - laut dem Familienreport des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 seit Jahren kontinuierlich bei knapp einem Viertel - mit deutlichen Folgen: Jeder fünfte dieser Haushalte bezog Anfang 2017 SGB-Leistungen. Bei Paarhaushalten mit einem oder zwei Kindern lag der Anteil bei nur 6 beziehungsweise 7 Prozent.

Mehr zum Thema hier...

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