Diakonisches Werk Hannover

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Über uns

 

(Vor-) Geschichte des Diakonischen Werkes Hannover

In Hannover gründete Abt Uhlhorn im Jahre 1865 einen "Ev. Verein", der sich u. a. für die Einrichtung von Anstalten und Häusern der Inneren Mission (IM) verantwortlich fühlte und die diakonischen Aktivitäten in den Gemeinden förderte. Dieser Verein in der Hauptstadt Hannover wurde im Sommer 1877 im Ev. Verein, Hauptverein für IM in der hannoverschen Landeskirche, verschmolzen. Die Aufgaben für Hannover übernahm der Hauptverein für IM.

Erst am 19.2.1920 kam es dann zur Gründung der Stadtmission Hannover, (1. Vorsitzender war Pastor Oelker, Vorsteher des Stephansstiftes). Die Stadtmission schloss mit dem sogen. Warteschulverein e.V. einen Vertrag über die Anmietung des Gebäudes Scholvinstr. /Marstallstr. als „Stadtmissionshaus", sie übernahm die Verpflichtung, die Altstädter Warteschule für bedürftige Kinder zu unterhalten. Weitere Aufgaben der Stadtmission waren Obdachlosenarbeit, Suchtgefährdetenhilfe, Jugendfürsorge, Kinderlesestunden, Männer- und Frauenstunden, Gasthausmission und Posaunenchorarbeit.
Die Arbeit der Stadtmission Hannover kann als Reaktion auf die Kirchenaustrittwelle verstanden werden, die 1918/19 begann.

Für Kindererholungsfürsorge entstand 1929 "Waldeseck".
Am 1.4.1937 übernahm die Stadtmission dann auch die Geschäfte des Stadtwohlfahrtsdienstes mit Fürsorge- und Erholungsmaßnahmen, wodurch ein enges Band zu den Kirchengemeinden, zu den Diakonen und Gemeinde-schwestern entstand. Der Ev. Stadtwohlfahrtsdienst wurde jedoch sukzessiv von der nationalsozialistischen Wohlfahrtsorganisation lahmgelegt.
In den ersten Nachkriegsjahren (1945/46) reichte die öffentliche Fürsorge zur Linderung und Beseitigung von Not und Elend bei weitem nicht aus. Von der Kirche wurde Hilfe erwartet. Das Stadtmissionshaus und viele andere Ein-richtungen der IM in Hannover waren durch Kriegseinwirkung zerstört.

Am 20. Mai 1945 konnte von der IM eine Unterkunft im Bahnhofsbunker eröffnet werden; es war eine notdürftige, unzulängliche Unterkunft. Unter der Leitung von Frau Regierungsrätin Hoffstätter leisteten hier einige Fürsorgerinnen und freiwillige Helfer aus den Kirchengemeinden einen aufopferungsvollen „Samari-terdienst".
Am 10.4.1946 wurde der Stadtverband für Innere Mission als Zweig des Landesvereins für IM gegründet. Die Geschäftsstelle des Stadtverbandes wurde unter der Leitung von Diakon Schwedhelm gewissermaßen die "Zentrale für christliche Liebestätigkeit in Hannover".
Am 16.12.1954 bestätigte der Stadtkirchenausschuss beschlussmäßig den Stadtverband für Innere Mission als Einrichtung der Kirchengemeinden. In den Stadtverband wurden die bisherige Stadtmission, der Stadtwohlfahrtsdienst und das Ev. Hilfswerk integriert.
Am 8.7.1963 gründeten Pastoren und Laien die Stadtmission Hannover e. V. als Trägerverein für offene, halboffene und geschlossene Fürsorge. Der Verein übernahm Aufgaben, die weder von Kirchengemeinden noch vom Stadtkirchenverband getragen werden konnten (Jugendgemeinschaftswerk, Ferien- und Reisedienst, Bekleidungskammer, Dienste und Einrichtungen der offenen und halboffenen Sozial- und Jugendhilfe) .
Der Stadtverband für IM und die Stadtmission e. V. erhielten im "Haus der Diakonie" ein gemeinsames Arbeitszentrum, das vom Ev.-luth. Stadtkirchenverband zur Verfügung gestellt und am 27.5.1974 feierlich eingeweiht wurde.

Am 6.2.1976 wurde die „Stadtmission Hannover e.V." im Anschluss an die Entwicklung des kirchlichen Wohlfahrtsverbandes auf EKD- und Landeskirchenebene im Interesse der öffentlichen sachgemäßen Darstellung umbenannt in „Das Diakonische Werk - Stadtverband für Innere Mission - in Hannover e.V".
Der Ev.-luth. Stadtkirchenverband stimmte einer neuen Satzung zu, die u. a. aussagt, dass der Verein gemäß § 10 des Bundessozialhilfegesetzes Wohlfahrtsverband auf Ortsebene ist, dem außer natürlichen Personen, Kirchengemeinden und andere juristische Personen angehören können.

Das Diakonische Werk - Stadtverband für Innere Mission – und die Kirchengemeinden als Träger befinden sich in einem guten, partnerschaftlichen Verhältnis zur Landeshauptstadt Hannover und zu den anderen freien WohI-fahrtsverbänden, wodurch ein differenziertes Hilfsangebot für sozial schwache, behinderte und pflegebedürftige Menschen nach eigener Wahl zur Verfügung steht.

(geringfügig überarbeiteter) Auszug eines Aufsatzes von Horst Klotzke
(ehem. Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hannover)
 

Nachsatz: Durch Satzungsänderung in der Mitgliederversammlung am 26. Februar 2007 wurde der Stadtverband umbenannt in: Diakonisches Werk, Stadtverband Hannover e. V.

 

Kontakt

Diakonisches Werk Stadtverband Hannover Leitung des Diakonischen Werkes Stadtverband Hannover
Burgstraße 8 - 10
30159 Hannover

VOICETel: 0511 / 3687-153 /-138
FAXFax: 0511 / 3687-200

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