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Senioren
Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Zwar sind die meisten Senioren bis ins hohe Alter rüstig, doch in unserer Individualgesellschaft ergeben sich durch diese Entwicklung ganz neue Probleme: Vereinsamung, Pflegebedürftigkeit und Altersarmut.
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Erlebte Geschichte aus dem Großelterndienst
Mein Glück Wunschoma zu sein...- Erlebte Geschichten aus dem Großelterndienst
Vorwort
„Seit zwei Jahren betreue ich nun schon die kleine Laura und seitdem ist jeder Mittwochnachmittag bestimmt von Spaß und Fröhlichkeit“.
So oder ähnlich antworten viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn man sie über ihre Tätigkeit als Wunschoma bzw. Wunschopa befragt. Über 100 Frauen und Männer engagieren sich mittlerweile im Großelterndienst, der am 1.12.1999 gegründet wurde.
Der Austausch und die Solidarität zwischen den Generationen ist ein dauerhafter Schwerpunkt der Arbeit, der gesamtgesellschaftlich und gerade auch von Diakonie und Kirche zu unterstützen ist.
Bei den regelmäßigen Treffen der Wunschgroßeltern entstand die Idee, einige Erlebnisse mit den Kindern aufzuschreiben. Wir veröffentlichen in unregelmäßigen Abständen einzelne Geschichten aus der entstandenen Sammlung auf unserer Homepage.
Herzlichen Dank an alle engagierten Wunschgroßeltern, die den Großelterndienst erst möglich machen, weil sie den Familien ihre Zeit schenken!
Angelika Becker
Koordinatorin Großelterndienst
Mai 2008
Charlottes Rede
Ich habe schon fünf Jahre lang die liebenswertesten Wunschenkelinnen, die eine Leihgroßmutter nur haben kann. Sie setzen mich immer wieder in Erstaunen mit ihren jeweiligen Besonderheiten.
Julie, die große und souveräne, braucht mich nicht mehr, aber ihre „kleine“ Schwester Charlotte, 6 Jahre alt, spielt noch gerne mit mir fangen, verstecken und andere Spiele, bei denen ich meistens ‚schlechte Karten’ habe. Trotzdem haben wir beide einen Heidenspaß dabei.
Kürzlich hatte ich die ganze Familie zum Essen eingeladen. Wir freuten uns, mal wieder alle zusammen zu sein. Die Spaghetti standen auf dem Tisch und als wir gerade anfangen wollten zu essen, sagte Charlotte zwar fragend, aber doch entschlossen: “Kann ich jetzt mal ´ne Rede stellen?“
Wir Erwachsenen sahen uns etwas verwundert und auch verstohlen belustigt an und fanden: „Ja, wenn du das möchtest, kannst du eine Rede halten“. Und Charlotte sagte, ihre Leihoma fest im Blick: „Liesel, ich danke dir, dass wir alle heute Abend hier bei dir essen dürfen und dann danke ich dafür, dass ich heute einen sooo schönen Tag hatte.“
Wenn das nicht zu Herzen geht! Denn es kam aus ihr selbst; es hatte sie keiner dazu angehalten.
Liesel K. (Wunschoma)
(Aktualisiert am 28.5.09)
Kontakt
Diakonisches Werk Stadtverband Hannover
Angelika Becker
Burgstr.10
30159 Hannover
VOICETel: 0511/26177837
FAXFax: 0511/ 3687-110
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