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Senioren
Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Zwar sind die meisten Senioren bis ins hohe Alter rüstig, doch in unserer Individualgesellschaft ergeben sich durch diese Entwicklung ganz neue Probleme: Vereinsamung, Pflegebedürftigkeit und Altersarmut.
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Was können Partner- und Krankenbesuchsdienst leisten?
Hilfe gegen Einsamkeit ist ein zentrales Thema diakonischer Altenarbeit.
Besonders in einer Großstadt wie Hannover ist dieses Problem offensichtlich. Rund 25-30 Prozent der über 65-Jährigen – insbesondere der Hochbetagten – können als sozial isoliert bezeichnet werden. 5–10 Prozent sind nach eigenem Bekunden einsam.
Um diesem Problem zu begegnen, wurde bereits vor 21 Jahren im Diakonischen Werk Hannover der Partner-Besuchsdienst ins Leben gerufen. Vor zwei Jahren kam der Kranken-Besuchsdienst hinzu, in welchem der Schwerpunkt bei kranken alten Menschen liegt, die durch die Diakoniestationen betreut werden.
Was können diese Dienste leisten?
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchen einmal wöchentlich je einen einsamen bzw. kranken Menschen in der eigenen Häuslichkeit und in stationären Einrichtungen. Ziel ist, dass sich zwischen zwei am Anfang fremden Menschen ein Vertauensverhältnis im Sinne einer Partnerschaft entwickelt und dem älteren Menschen zu neuen Inhalten in seinem Lebensalltag verhilft.
Durch die regelmäßigen Besuche erhält der ältere Mensch einen vertrauensvollen Ansprechpartner, dem er sich mitteilen kann, mit dem er Gedanken austauschen und Probleme besprechen kann. Die Besuche sind nicht nur eine angenehme und willkommene Unterbrechung des oft eintönigen Wochenablaufs, sondern für viele der einzige verlässliche Kontakt zur Außenwelt. Der ältere Mensch erhält Unterstützung, sein Leben besser zu bewältigen und wird ermutigt, länger selbständig zu bleiben. Vorzeitige Heimaufnahme kann häufig vermieden werden, insbesondere auch, wenn im Falle der Pflegebedürftigkeit die pflegerische und hauswirtschaftliche Betreuung durch die Diakoniestation gewährleistet ist.
Auch für Pflegende Angehörige sind die Ehrenamtlichen eine wichtige Entlastung.
Die Koordination des Partner-Besuchsdienstes/ Kranken-Besuchsdienstes obliegt einer hauptamtlich im Diakonischen Werk beschäftigten Sozialarbeiterin/ Sozialpädagogin. Sie ist für Gewinnung, Auswahl und Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig und vermittelt an die älteren Menschen, die sie vorab bei einem Hausbesuch kennen gelernt hat. Der erste Besuch der Ehrenamtlichen erfolgt in Gegenwart der Sozialarbeiterin.
Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Partner-Besuchsdienst/Kranken-Besuchsdienst beträgt zur Zeit 230, davon sind 213 Frauen und 17 Männer. Die Mehrzahl der Ehrenamtlichen ist älter als 60. Sie erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung von 15 Euro, Versicherungsschutz sowie Beratung, Begleitung und Schulung.
Die Ehrenamtlichen empfinden ihre Tätigkeit nach eigenen Aussagen als sehr sinnvoll und als eine Bereicherung des eigenen Lebens – und für die alten Menschen ist es eine beglückende Erfahrung, dass ihnen jemand kostenlos Zeit und Zuwendung schenkt.
Karin Bläsing, Abteilung Offene Altenarbeit
(Artikel für die Fachzeitschrift des DEVAP, 12/07)
(4.2.08)
Kontakt
Diakonisches Werk Stadtverband Hannover
Karin Bläsing-Schmidt
Burgstr.10
30159 Hannover
VOICETel: 0511/3687-164
FAXFax: 0511/3687-110
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