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12 Frauen – eine Insel… „Hallo Nachbar“ auf Reisen!
12 Frauen aus Deutschland, Russland, Afghanistan, dem Irak und Syrien machten sich auf den Weg zur Nordseeinsel Wangerooge.
Schon im Vorfeld ein gewagtes Unternehmen: zum Teil noch nie alleine eine Nacht von zu Hause weg – zuerst kaum vorstellbar! Aber dann lockte die Idee, gemeinsam mit anderen Frauen „Urlaub“ zu machen. Und dann noch ans Meer. Und somit machten wir uns am Samstagvormittag auf den Weg Richtung Nordseeküste! Carolinensiel empfing uns typisch nordisch: Sonne, Wind und Regen gleichzeitig! Wie gut, dass wir auf den Wetterbericht gehört und (fast) alle die Regenjacken dabei hatten.
Doch zuerst das Gepäck schnell noch aufgeben und dann einen guten Platz an Deck ergattern! Von dort aus hatten wir einen guten Überblick über den Hafen und auf unseren Gepäckwagen, der kurz vorm Ablegen immer noch an Land stand. Eine Nachfrage erwies sich zuerst scheinbar als hilfreich, später allerdings stellte sich heraus, dass der Wagen dann doch an Land gelassen worden war und erst mit der nächsten Fähre kam. Eine Frau hatte sich – Gottseidank – die Nummer gemerkt. Wer weiß, ob wir unser Gepäck (mitsamt dem Blech Butterkuchen!) sonst noch bekommen hätten.
In der Jugendherberge angekommen, besichtigten wir unsere Zimmer in einem nach gebauten Leuchtturm: 7. Stock - OHNE Fahrstuhl! Eine Herausforderung mit Traumblick als Belohnung! Für unsere zwei Seniorinnen gab es zu ihrer Erleichterung im Nebengebäude ein Zimmer im ersten Stock - MIT Fahrstuhl.
Nach einem belebenden Kaffee und mit der Gewissheit, dass unser Gepäck noch mindestens zwei Stunden auf sich warten lassen würde, starteten wir zu einem Strandspaziergang. Dabei zeigte sich, dass auch Stöckelschuhe strandtauglich sein können.
Nachdem die Sonne sich durchgesetzt hatte, entledigten sich einige ihrer Schuhe und Strümpfe und wagten den Gang in die Nordsee.
Nach einem langen Spaziergang kamen wir erschöpft und glücklich zur Jugendherberge zurück. Das Gepäck war inzwischen auch angekommen und somit begann der zweite Aufstieg des Tages, diesmal unter erschwerten Bedingungen. Danach hatten wir unser Abendessen mehr als verdient!
Am Abend trafen wir uns in einem für uns reservierten Raum um zu klönen und um zu spielen. Wenn Lachen Medizin ist, dann haben wir viel für unsere Gesundheit getan!
Zu später Stunde begann dann der letzte Aufstieg und unter dem Geheul des aufkommenden Windes und müde von den Eindrücken des Tages und der Seeluft ging es zu Bett.
Am nächsten Tag machten uns Regen und Sturm einen Strich durch unseren weiteren Plan. Der Herbergsvater riet uns, auf den Spaziergang in den 45 Minuten entfernten Ort zu verzichten. So gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück und machten uns schon am späten Vormittag auf den Weg zur Fähre. Völlig durchnässt waren wir froh, als wir Festland und Autos erreicht hatten. Schnell trockene Sachen angezogen und dann Abfahrt in Richtung Hannover. Unterwegs gab es dann noch ein paar musikalische Darbietungen: wir sangen uns Lieder in unserer jeweiligen Muttersprache vor.
Zum gemeinsamen Abschluss trafen wir uns in Hannover in einem Kaffee und beschlossen, im kommenden Jahr wieder „auf Reisen“ zu gehen. Vielleicht mal an die Ostsee. Und vielleicht mal für zwei Nächte.
Insha`Allah – So Gott will!
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