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    Nur attraktive Seiten - fairKauf

    In Hannover öffnete das erste Sozialkaufhaus fairkauf seine Türen, mitten in der Stadt! Viele haben dazu beigetragen, dass eine Idee Wirklichkeit werden konnte, die Hauptträger Diakonie, Caritas und Werkheim mit vielen Unterstützern, darunter die Stadt, JobCenter, ehrenamtlich Engagierte und viele mehr.

    Täglich in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr hat fairKauf in der Limburgstraße 1 für die Kunden geöffnet. Telefonisch erreichbar ist fairKauf unter der Nummer (0511)1696133.

    Zur Eröffnung berichteten am 15.1.08 die Hannoversche Allgemeine und die Neue Presse.

    Auf der guten alten Single-Schallplatte gab es neben der attraktiven A-Seite auch eine B-Seite mit einem Song, den man mit in Kauf nehmen musste. In Hannover ist etwas mit vier gleichermaßen attraktiven Seiten entstanden: fairKauf, das Sozialkaufhaus.

    Es gibt viele Werkstätten für unterschiedlichste Handwerksberufe, in denen arbeitslose Mitbürgerinnen und Mitbürger sich qualifizieren und die Re-Integration in den Arbeitsmarkt trainieren können. Ein Handelsbetrieb, in denen Frauen und Männer aus Läden und Büros den Neustart in den Arbeitsmarkt beginnen, fehlt.
    fairKauf  wird die Lücke schließen – das ist die eine Seite.

    Etwa 20 % aller Hannoveranerinnen und Hannoveraner gelten nach den offiziellen Kriterien als arm, rund 75.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger leben von öffentlicher Unterstützung. Ihnen ist Teilhabe am bürgerlichen Leben durch das minimale Ein-kommen stark erschwert oder unmöglich. Es fehlt der Zugang zu guten, gebrauchs-fähigen Kleidungsstücken, Möbeln, Haushaltsgegenständen und sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs.
    fairKauf  wird die Lücke schließen – das ist die zweite Seite.

    Ergänzt werden die Trainings-/Betreuungsmaßnahmen und die Handelsaktivitäten außerdem durch Dienstleistungen, zum Beispiel durch Möbeltransporte, wenn etwas etwas gekauft oder gespendet wurde, durch Umzüge oder Haushaltsauflösungen und durch damit zusammenhängende Handwerkerleistungen. Nicht zu vergessen ist dabei der ökologische Nutzen: Brauchbares wird nicht vernichtet.
    fairKauf ermöglicht die sinnvolle Verwendung von Ausrangiertem– das ist die dritte Seite.

    Das Diakonische Werk, der Caritasverband und das Werkheim haben eine Genossenschaft gegründet, die fairKauf betreibt. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger haben die Chance, sich daran zu beteiligen. fairKauf ist eine hannöversche Gemeinschaftsaktion. Auch mit einem kleinen Einkommen ist ein Genossenschaftsanteil erschwinglich. Das Geld ist nicht verloren; die Mitglieder haben ein Kündigungsrecht. Denen, die helfen möchten, gibt der Kauf von Anteilen an der Genossenschaft diese Möglichkeit. Denen, die im Sozialkaufhaus kaufen möchten, gibt der Erwerb von Genossenschaftsanteil das gute Gefühl, im „eigenen Geschäft“ einzukaufen und kein Almosenempfänger zu sein. Aber natürlich kann jeder kommen, ob Mitglied oder nicht.

    Geld bewirkt viel, aber nicht alles. fairkauf  braucht Menschen. Ehrenamtliche, die ihre im Leben und Beruf gewonnenen Erfahrungen in die Trainings- und Betreuungsmaßnahmen einbringen, die helfen wollen und können, ein attraktives Geschäft aufzubauen und zu betreiben, die gespendeten Waren verkaufsbereit machen und die verkauften Waren ihrer Bestimmung zuführen – für die der Kunde noch König ist. Und es werden Spender benötigt, die sich zu Gunsten von fairKauf auch von liebgewonnenen, aber nicht mehr benötigten Gegenständen trennen können und sich freuen, wenn andere Menschen damit weiter leben.
    fairKauf führt Menschen, Geld und Waren zusammen – das ist die vierte gute Seite.

    Menschen fördern, Armutsfolgen verkleinern, Brauchbares nachhaltig nutzen, Verbindungen schaffen – vier attraktive Ziele! „Auch wer keine Geldsorgen hat,“ so betonte Diakoniepastor Walter Lampe in einem ASPHALT-Interview “ist in unserem Kaufhaus gern gesehen, da jede Einnahme die Existenz des Projekts festigt“.

    Reinhold Fahlbusch (aktualisiert)

    fairkauf in der Limburgstraße

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